Faktoren, welche die Auswahl des Grabes beeinflussen

Gräber und Ihre Eigenschaften

Die Grabauswahl auf dem Friedhof wird z. B. bestimmt durch die gewählte Bestattungsart, den Familienstand oder das Budget für die Bestattungskosten.

Familiengrabanlagen, große Grabsteine und Monumente zieren ältere Friedhöfe und nach Ablauf von Ruhefristen können diese Grabstellen zum Teil als Patenstellen erworben und für weitere Beisetzungen verwendet werden. In den letzten Jahrzehnten wandelte sich die Grabwahl durch den Umstand, dass die Kosten für die Grabanlage und Pflege immer mehr in den Mittelpunkt traten.

Die Familien wohnen nicht mehr am Ort ihrer Väter und Mütter und die Kosten wurden viele Jahrzehnte durch das Sterbegeld der Krankenkassen gedeckt – bis zur Streichung 2004.
Die Friedhofsträger stellen seitdem Grabstellen zur Verfügung, welche nicht gepflegt werden müssen und zum Teil auch keines Grabsteins bedürfen. Gemeinschaftsgräber mit Stelen, in denen die Namen eingebracht werden, nehmen immer mehr Platz auf den Friedhöfen ein.

GrabstätteEine Grabstätte bildet die kleinste Einheit eines Friedhofes. Sie besteht aus dem Grab, dem Grabmal, dem Fundament, dem Grabbeet und der Einfassung. Einzelne Grabstätten bilden die Grundeinheit eines Grabfeldes oder eines Friedhofes. In den einzelnen Friedhofssatzungen sind Richtlinien und Vorschriften zur Herrichtung, Pflege und Unterhaltung von Grabstätten definiert.

 

Es gibt folgende Grabstätten:

  • Wahlgräber sind Gräber, die ein-, doppel- oder mehrstellig vergeben werden können. Neben der Ruhefrist wird zusätzlich ein Nutzungsrecht eingeräumt, das verlängert werden kann. In einer Erdwahlgrabstätte können zusätzlich Urnen beigesetzt werden. Das Nutzungsrecht erlischt durch Fristablauf oder Entzug. Eheleute können in Doppelgräbern und Alleinstehende in Einzelgräbern beigesetzt werden. Sie können ein Wahlgrab bereits in der Bestattungsvorsorge integrieren.
  • Reihengrabstätten sind Gräber, die erst im Todesfall einzeln und nur der Reihe nach für die Dauer der Ruhefrist vom Friedhof vergeben werden. Ein Anspruch auf eine Verlängerung der Ruhefrist besteht bei Reihengräbern nicht. Der Friedhofsträger kann nach Ablauf der Ruhefrist die Reihengrabstätten räumen.
  • Weitere Arten von Grabstellen: Grabkammern sind Systeme für Bestattungen, die bei extremen Bodenverhältnissen eingesetzt werden. In der Regel beträgt die Ruhefrist hier 12 Jahre.
    Anonyme Urnenfelder können Haine, Rasenflächen oder Wiesen sein, in denen die Urne namenlos beigesetzt wird. Die anonyme Bestattung ist zwar eine Beisetzungsform, bei der kein namentlich gekennzeichnetes Grabmal gesetzt wird, trotzdem können Angehörige manchmal an der Beisetzung teilnehmen. Die fehlende konkrete Erinnerungsstätte kann Angehörigen Probleme bereiten. Darum bietet GBG Bestattungen andere Formen für ein Andenken an den Verstorbenen. Urnengemeinschaftsgrabstätten sind gekennzeichnete Gemeinschaftsflächen, in denen Urnen beigesetzt werden. Diese Gemeinschaftsanlagen sind meist quadratisch oder linear. Die namentliche Kennzeichnung erfolgt auch gemeinschaftlich.
    Kolumbarien sind Urnenmauern und Urnenwände auf Friedhöfen. In den Nischen des Kolumbariums können ein bis zwei Urnen beigesetzt werden. Je nach Wunsch kann die Nische offen bleiben oder mit einer beschriebenen Schriftplatte verschlossen werden.
 

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